Deutscher Gewerkschaftsbund

29.11.2015

3. Berlin-Brandenburger Gesellentag

Initiative „Zukunftsdialog Handwerk Brandenburg“ gestartet

3. Berlin-Brandenburger Gesellentag in Frankfurt/Oder

Am Samstag, den 7.11.2015 trafen sich 50 Gesellinnen und Gesellen der vier Handwerkskammern in Berlin und Brandenburg zum 3. Berlin-Brandenburger Gesellentag. Hier wurde die Initiative „Zukunftsdialog Handwerk in Brandenburg“ der vier Arbeitnehmer-Vizepräsidentinnen und –präsidenten erfolgreich gestartet. Die Redner Wolf-Harald Krüger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt/Oder (Region Ostbrandenburg), Hendrik Fischer, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie sowie Rainer Knerler, Regionalleiter der IG Bauen-Agrar-Umwelt, waren sich darin einig, dass die Stärkung des Handwerks in Brandenburg nur gemeinsam gelingt. Dazu sind starke Sozialpartner notwendig, starke Innungen als Interessenvertreter der Betriebe sowie starke Gewerkschaften als Interessenvertreter der Gesellinnen und Gesellen.

Gesellinnen und Gesellen der vier Handwerkskammern in Berlin und Brandenburg beim 3. Berlin-Brandenburger Gesellentag

Gesellinnen und Gesellen der vier Handwerkskammern in Berlin und Brandenburg beim 3. Berlin-Brandenburger Gesellentag S.Bohm, HWK FFO

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt/Oder (Region Ostbrandenburg), Christian Hoßbach, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bezirk Berlin-Brandenburg, Rainer Knerler, Regionalleiter der IG Bauen-Agrar-Umwelt, sowie Karsten Berlin, Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer Berlin, wurde u.a. deutlich, dass Tarifverträge ein wesentlicher Bestandteil von „Guter Arbeit“ sind. Eine hohe Tarifbindung sichert Arbeitsplätze und stärkt somit die Betriebe. Voraussetzung dafür sind starke Innungen, Verbände und Gewerkschaften, die das gemeinsame Ziel der Sozialpartner im Brandenburger Handwerk sind. Außerdem müsse das Handwerk dringend an seinem Image arbeiten, wie die vielen freien Ausbildungsplätze deutlich zeigten. „Das geht nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen und sicheren Tarifverträgen“, stellte DGB-Vize Hoßbach fest.

 

v.l.n.r.: Siegrid Bohm, Arbeitnehmer-Vizepräsidentin, Handwerkskammer Frankfurt (Oder), Region Ostbrandenburg, Dr. Klaus Heimann, Journalist, Moderator, Hendrik Fischer, Staatssekretär, Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg Wolf-Harald Krüger, Präsident Handwerkskammer Frankfurt (Oder), Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Frankfurt (Oder)

v.l.n.r.: Siegrid Bohm, Arbeitnehmer-Vizepräsidentin, Handwerkskammer Frankfurt/Oder, Region Ostbrandenburg, Dr. Klaus Heimann, Journalist, Moderator, Hendrik Fischer, Staatssekretär, Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg
Wolf-Harald Krüger, Präsident Handwerkskammer Frankfurt/Oder, Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Frankfurt/Oder
DGB Mark Brandenburg

Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer darin, dass es nur mit guter Ausbildung gelingt, Fachkräftebedarfe zu decken und damit die Zukunft der Unternehmen im Handwerk zu sichern. Hier werden gemeinsame Aktivitäten auch im Rahmen der vorgesehenen „Brandenburger Ausbildungsinitiative“ entwickelt, welche u.a. neue Zielgruppen erreichen und die Qualität der Ausbildung im Handwerk weiter verbessern sollen.

 

Rainer Knerler, Regionalleiter, IG Bauen-Agrar-Umwelt, Christian Hoßbach, stellv. Vorsitzender, DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, Dr. Klaus Heimann, Journalist, Karsten Berlin, Arbeitnehmer-Vizepräsident, Handwerkskammer Berlin, Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Frankfurt (Oder)

v.l.n.r.: Rainer Knerler, Regionalleiter, IG Bauen-Agrar-Umwelt, Christian Hoßbach, stellv. Vorsitzender, DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, Dr. Klaus Heimann, Journalist, Karsten Berlin, Arbeitnehmer-Vizepräsident, Handwerkskammer Berlin, Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Frankfurt/Oder DGB Mark Brandenburg

Investitionen in die Infrastruktur sind ebenso wichtig, wie die Stärkung des Ehrenamtes im Handwerk und die Bekämpfung von Schwarzarbeit. Zu all diesen Themen wurden gemeinsame Gespräche zwischen Gesellinnen- und Gesellenvertretern, den Betrieben, den Handwerkskammern, dem DGB sowie der Landesregierung Brandenburg vereinbart – dies war das Ziel des 3. Berlin-Brandenburger Gesellentages zum „Zukunftsdialog Handwerk Brandenburg“.

 


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